

Die Systemlandschaft von Unternehmen ist oftmals sehr heterogen: SAP-Systeme, Nicht-SAP-Systeme, Eigenentwicklungen und Systeme von externen Partnern und Lieferanten müssen untereinander über Schnittstellen kommunizieren. Verschiedene Systeme arbeiten jedoch mit unterschiedlichen Programmiersprachen. Schnittstellen müssen deshalb erst aufwendig erstellt und später gewartet und gepflegt werden. An dieser Stelle setzt SOA an. SOA nutzt standardisierte WebServices als Schnittstellentechnik.
Ein Prozess, z.B. die Anlegung eines Kundenauftrages, setzt sich aus vielen einzelnen Services zusammen. Ein Service ist z.B. der Aufruf eines Kundenstammes. Der Auftrag wird z.B. in einem SAP-System eingegeben, der Kundenstamm liegt in einem Nicht-SAP CRM-System, zusätzlich wird der Kundenstamm für die Rechnungsverbuchung benötigt. Da die Systemlandschaften der renommierten Hersteller WebServices unterstützen, entfällt mit SOA die zeit- und kostenaufwändige Anpassung von Schnittstellen zwischen den Programmen.
SOA ist zudem flexibler. Ohne SOA werden bei einer Änderung der Geschäftsprozesse einzelne Module oftmals um zusätzliche Funktionen erweitert. Die Komplexität steigt. SOA dagegen benutzt die einzelnen Services wie einen Baukasten, einzelnen Services können beliebig zu genau dem Prozess kombiniert werden, wie es das Geschäftsmodell des Unternehmens erfordert, egal in welchem System der Service vorhanden ist.